Chronik

Quelle dieser Vereinschronik ist die Festschrift zur 40 Jahr Feier des SC St. Valentin im Jahre 1986. Der Verein wurde 1946 als Union St. Valentin mit den Sektionen Turnen und Tischtennis gegründet. Am 7.10.1947 wurde folgender Vereinsvorstand der BH Amstetten bekannt gegeben:

Obmann   Hans Strasser
Obmann Stv.   Karl Piberhofer
Schriftwart   Hans Strasser
Kassenwart   Ernst Strasser
Turn- u. Sportwart   Sepp Pillgrab
Fachwart Fußball   Sepp Strotzer
Fachwart Handball   Walter Felbermeier
Fachwart Boxen   Fritz Haslinger
Zeugwart   Ferdinand Pichler

Im Verein wurden folgende Sportarten betrieben: Turnen, Tischtennis, Fußball, Boxen und Handball. Die Sektion Boxen war bis zu ihrem Ende im Jahre 1952 ein Publikumsmagnet. Ein schöner Erfolg gelang Karl Stadler im Jahre 1950, als er in Schaffhausen den Schweizer Olympia Dritten (1948 London) besiegte. Die Sektion Handball wurde im Jahre 1952 eingestellt. In diesen Jahren wurde auch kurz die Sektion Leichtathletik betrieben. Genauere Angaben über diese Sektion liegen leider nicht vor. Die Sektion Turnen wurde im Staatsvertragsjahr 1955 wieder ein eigenständiger Verein, der heutige ÖTB St. Valentin 1911.

Tischtennis wurde mit einer Damen- und Herrenmannschaft betrieben. Im Jahre 1955 spielte beide Mannschaften in Oberösterreichs höchster Spielklasse, doch aus finanziellen Gründen konnte der Spielbetrieb nicht aufrecht gehalten werden. Fußball spielte man in der 2.Klasse Ybbstal (NÖFV) unter dem Namen Union St. Valentin, ohne feste Verbandsbindung.

Eine erste Namensänderung erfolgte im Jahre 1947 auf SC Union St. Valentin. Die nächste Namensänderung war im Jänner 1948 auf 1. Sportvereinigung St. Valentin. Am 25. März 1949 wurde die Fusionierung der beiden Valentiner Fußballvereine Bildungs- und Sportgemeinschaft (BSG) Austria Nibelungenwerk St. Valentin (Vorläufer ASK St.Valentin) und 1. Sportvereinigung St.Valentin beschlossen. In der Spielsaison 1949/1950 spielte man als fusionierter Verein in der 1. Klasse Ost (OÖFV). Pfingsten 1950 wurde die heutige SC Sportanlage in Langenhart nach 2 jähriger Bauzeit eröffnet. Vorher spielte man auf der heutigen Wohnsiedlung in der Siegfriedstraße.
Im Sommer 1950 kam dann das Aus für die Fusionierung, und beide Vereine gingen wieder getrennte Wege. Unser Verein spielte nun unter dem Namen Sporklub St. Valentin in der 2. Klasse Ybbstal (NÖFV) und wurde Mitglied des Allgemeinen Sportverbandes Niederösterreich (ALSNÖ).

Erfolgreich war das Spieljahr 1951/52, als man unter Trainer Josef Rambacher Meister in der 2. Klasse Ybbstal wurde. In dieser Saison gelang das selbe Kunststück den Junioren und der Reserve. Im Spieljahr 1957/58 wurde der SC unter Spielertrainer Raimund Monti Polster (der im März 1958 von SVS wegengagiert wurde) und seinem Nachfolger Franz Moschner Meister in der 1. Klasse Ybbstal und ein Jahr später Meister in der 2. Liga West und schaffte den Aufstieg in die höchste Spielklasse Niederösterreichs, die NÖ Landesliga.

Der SC war der erste Verein in St. Valentin, dem dieses Kunststück gelang. Am 26.Jänner 1960 wurde aus dem SC St. Valentin offiziell der SC Perovit St. Valentin. In der Hauptversammlung vom 26.Juli 1961 wurde der Übertritt vom Niederösterreichischen Fußballverband zum Oberösterreichischen Fußballverband beschlossen. Man spielte nun zwei Jahre in der Oberösterreichischen Landesliga.

Doch die 4 Jahre in der Landesliga haben den SC personell und finanziell ausgezerrt. Und so kam es, dass in den darauffolgenden Jahren der SC Perovit von der Landesliga einen Durchmarsch in die 1. Klasse Ost machte (damals 3. höchste Liga in OÖ)! In diesen Jahren ist es besonders Muhr Michael zu verdanken, dass sich der Verein nicht auflöste.

Am 28. Juni 1976 wurde die bisher letzte Namensänderung auf SC St. Valentin beschlossen. Mitte der 70er Jahre wurde unter Dipl. Ing. Wallner Hermann auch die Nachwuchsarbeit des SC St. Valentin forciert. Er war einer, der merkte, dass ein gesunder Verein eine gute Basis braucht und dass man mit dem eigenen Nachwuchs vieles fundiert erreichen kann.

Dass sich diese Nachwuchsarbeit bezahlt machen würde, bewies das Spieljahr 1985/86, als man unter Spielertrainer Staudenmayer Franz Meister in der 1. Klasse Ost wurde. Und dies ausschließlich mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs! 3 Jahre spielte der SC in der Bezirksliga Ost, doch dann kam ein sportlicher Rückschlag, nach dem einige Stammspieler im Sommer 1988 ihre Karriere beendeten. Es folgte der Abstieg aus der Bezirksliga Ost.

Im Spieljahr 1991/92 kam es noch dicker und der SC stieg in die 2. Klasse Nord Ost ab. Unter Trainer Backfrieder Horst gelang der sofortige Wiederaufstieg 1992/93 in die 1.Klasse Ost. 1988 wurde unter Obmann Wall Josef und Kassier Ortner Franz mit dem Bau des neuen Sportheimes begonnen. 1991 konnte das neue Sportheim bezogen werden und im Jahre 1992 wurde der Sportplatz saniert.

Im Jahre 1995/96 gelang unter Spielertrainer Lehermayer Christian wieder der Aufstieg in die Bezirksliga Ost. In der Saison 2004/2005 musste man dann wieder die Bezirksliga verlassen und stieg in die 1. Klasse ab. Im Sommer 2005 wurde die Spielfläche des Fußballplatzes vergrößert und saniert. Im Frühjahr 2007 konnte dann nach vielen freiwilligen Arbeitsstunden eine Tribüne errichtet werden.

Im Spieljahr 2007/2008 kam etwas überraschend der nächste sportliche Rückschlag, als man abermals in die 2. Klasse absteigen musste, aber unter Trainer Hutterer Hans Peter den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Klasse schaffte. In den Spieljahren 2010/2011 + 2011/2012 spielte mit den SC St. Valentin Juniors erstmals eine zweite Kampfmannschaft, die als eigenständig die Meisterschaft in der 2.Klasse betrieb. Ein Novum im österreichischen Fußball, dass ein unterklassiger Verein zwei Kampfmannschaften stellen konnte!

Im Spieljahr 2010/2011 wurde die 1. Mannschaft unter Spielertrainer Kartalija Goran souveräner Meister in der 1. Klasse Nord Ost und stieg wieder in die Bezirksliga auf. Im selben Jahr wurde auch die 2. Mannschaft Meister.

Eine Mädchenmannschaft wurde 2010 unter Muhr Rainer gegründet, die im Nachwuchs U 12 + U 14 Meisterschaft spielte und anschließend als Damenmannschft bis 2016 in der Hobbyliga Ybbstal bzw Mostviertel. Nach dem Tod von Rainer Muhr fiel die Mannschaft leider auseinander.

2015/2016 stieg man wieder in die 1. Klasse Nord Ost ab. In diesem Jahr feierte man trotzdem sein 70-jähriges Jubiläum mehr als würdig und man konnte in einem denkwürdigen Match zahlreiche Rapidlegenden bei uns begrüßen.

Weitere Verbesserungen gab es auf Seiten der Infrastruktur: Nach der Bewässerungsanlage 2014 folgte im Jahr 2018 das meisterschaftsspieltaugliche Flutlicht!

SC ST . VALENTIN MEISTERTITEL

Meistertitel Kampfmannschaft:
1951/52: 2. Klasse Ybbstal (NÖFV)
1957/58: 1. Klasse Ybbstal (NÖFV)
1958/59: 2. Liga West (NÖFV)
1985/86: 1. Klasse Ost (OÖFV)
1992/93: 2. Klasse Nordost (OÖFV)
1995/96: 1. Klasse Ost (OÖFV)
2010/11: 1. Klasse Nordost (OÖFV)

Meistertitel 2. Mannschaft:
1951/52; 1982/83; 1983/84; 1986/87; 1991/92 (1. Klasse Ost); 2008/2009 (2. Klasse Nordost)
2010/11 (1. Klasse Nord Ost)

Meistertitel Nachwuchs:
über 40 Meistertitel seit 1948

SC ST . VALENTIN Obmänner seit 1948

1946-49 Strasser Hans
1950 Haberzettl Anton (Wähner Otto+Strasser Hans geschäftsführende Obm.)
1951 Dkfm Jordan Heinz
1952-54 Haberzettl Anton (Danninger Franz + Leitner Robert gesch.Obm.)
1954 - 56 Pillgrab Hans
1957 - 59 Danninger Franz (Strasser Hans gesch. Obm.)
1959 - 60 Irouschek Karl
1961 Machatschek Leo
1962 Strasser Ernst
1963 Föderl Hans (Muhr Michael gesch. Obm.)
1964 Muhr Michael
1965 - 66 Danninger Franz
1967 - 69 Kegelreiter Heinrich
1970 - 73 Muhr Michael, 1973 Ernennung zum Ehrenobmann
1973 - 85 Legat Peter
1985 - 87 Knauer Johann
1987 - 95 Wall Josef
ab 1995 Ströbitzer Hubert

SC ST . VALENTIN Trainer Kampfmannschaft seit 1948

1947/48 Franz Lettner
1949/50 Zlati Zlatoshlavek
1950/52 Josef Rambacher
1952 Karl Mayerhofer
1953/54 Franz Grubbauer
1955/56 Karl Chwatal
1956/57 Rudolf Bartl
1957/58 Raimund Monti Polster
1958/59 Franz Moschner
1960/62 Rudolf Fuchs I
1962/63 Walter Luger
1963/64 Adolf Aberl
1964/65 Toni Homola
1965/67 Eduard Maier
1967/69 Erwin Essletzbichler
1969/70 Josef Kapeller
1970/72 Bernhard Mick
1972/73 Rudolf Schütz
1973/74 Franz Wolf
1975/76 Ludwig Leibetseder
1976/77 Karl Sandmayr
1977/79 D.I. Hermann Wallner
1979/83 Josef Jonny Huber
1983/Mai 84 Günther Wirtenberger
Mai 1984/85 D.I. Hermann Wallner
1985/Jan 88 Franz Staudenmayer
Feb 88/Okt 88 D.I Hermann Wallner
Okt 88/Apr 89 Gerhard Ebner
Apr 89/Jun 89 D.I. Hermann Wallner
Jun 89/Mai 90 Herbert Pay
Mai 90/Jun 90 D.I. Wallner Hermann
1990/92 Gerhard Hauser
1992/95 Horst Backfrieder
1995/99 Christian Lehermayer
1999/2001 Fritz Riedl
2001/2003 Gerald Mayr
Jul 03/Mai 04 Gaumberger Raimund
Mai 04/Jul 04 Sandner Gerd
ab Jul 04 Gschnaidtner Harry
ab Jul 07 David Haml
ab Dez 07 Fritz Riedl
ab Jul 08 Hans-Peter Hutterer
ab Jul 09 Goran Kartalija (Spielertrainer)
ab Jul 11 Markus Allerstorfer
ab Jul 14 Petermair Gerold
ab Okt 14 Markus Allerstorfer
ab Jän 15 Metin Aslan (Spielertrainer)
ab Okt 15 Winninger Mario
ab Jän 16 Müller Gerhard
ab Okt 16 Leitner Harald

Derby Bilanz Meisterschaft: SC St. Valentin - ASK St. Valentin

Jahr Spielklasse Ergebnisse
1955/1956 1. Klasse Ybbstal / NÖ 1:2 1:2
1958/1959 2. Liga West / NÖ 5:2 1:1
1962/1963 OÖ Landesliga 1:6 0:2
1986/1987 Bezirksliga Ost 2:1 1:2
1987/1988 Bezirksliga Ost 2:1 1:0
1988/1989 Bezirksliga Ost 0:4 0:4
1999/2000 Bezirksliga Ost 1:1 2:2
2000/2001 Bezirksliga Ost 3:3 1:1
2001/2002 Bezirksliga Ost 0:0 2:3
2002/2003 Bezirksliga Ost 1:1 1:3
2003/2004 Bezirksliga Ost 2:1 0:4
2005/2006 1. Klasse Ost 2:2 0:1
2011/2012 Bezirksliga Ost 0:2 0:1
2013/2014 Bezirksliga Ost 0:2 1:1